Makler-Provision – Das Geschäft mit Kauf und Vermietung

Alexandra H. / pixelio.de

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Das Geschäft mit der Vermittlung von Wohnraum läuft perfekt. Denn gerade in den Ballungsräumen kommt man als Mieter um einen Makler nur ganz selten herum. Die Vermietung von Wohnraum wird hauptsächlich durch Makler abgewickelt. Doch wie hoch und ob überhaupt eine Makler-Provision gezahlt werden muss, wissen die meisten gar nicht.

Was ist eine Makler-Provision?

Die Makler-Kaution bzw. Provision ist die sogenannte Courtage, also eine Erfolgsprämie für den Makler, wenn er eine Immobilie verkauft oder eine Wohnung vermietet hat. Der Makler erhält die Summe erst, wenn der Vertragsabschluss vollzogen wurde. Die Höhe dieser Provision ist nicht gesetzlich geregelt. Daher wird meist die sogenannte „ortsübliche Courtage“ der Region zugrunde gelegt. Diese beträgt je nach Region zwischen 3 und 7 Prozent. Die höchsten Courtagen sind in Potsdam und in Berlin zu zahlen. Wer sich beispielsweise eine Eigentumswohnung kaufen möchte und dafür 200 000 Euro bezahlt, kann davon ausgehen, dass er in Berlin eine Makler-Courtage von 14.280 Euro zu entrichten hat.

Die Makler-Provision und ihre Regelung

Bis Ende Juni 2015 galt die alte Regelung. Der Vermieter beauftragt einen Makler, die Vermietung für sein Objekt zu übernehmen. Bei einer Vermietung durch einen Makler zahlt der zukünftige Mieter die Provision von bis zu 2,38 Kaltmieten zusätzlich zur ersten Miete und der Kaution von drei Kaltmieten. Seit dem 1. Juli 2015 hat sich diese Regelung geändert, sodass sich die Provisionen nach dem Bestsellerprinzip berechnen. Diese Gesetzesänderung besagt, dass in Zukunft derjenige den Makler bezahlt, der den Auftrag erteilt. Durch diese Neuregelung werden vielfach nicht mehr die Mieter zur Kasse gebeten, sondern der Vermieter bzw. die Person, die den Makler beauftragt hat.

Die neue Regelung birgt aber auch Gefahren, da Makler und Vermieter diese Neuregelung umgehen könnten. Da in Ballungsräumen ein angespannter Wohnungsmarkt vorhanden ist, können Makler beispielsweise mit einem einfachen Trick die Provision durch den Mieter erhalten, um damit den Vermieter zu entlasten. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, das nicht mehr konkret Wohnungen im Internet angeboten werden, sondern die Anzeigen pauschalisiert werden.

Die Anzeigen werben lediglich mit „ vielen Expertisen“ in einem bestimmten Stadtteil, die zur Vermietung stehen. Tätig wird der Makler erst dann, wenn er schriftlich mit der Suche beauftragt wird. Diese Beauftragung ist mit einem Vertrag gleichzusetzen, wodurch der Mietinteressent zum Besteller wird. Anschließend erhält der Mieter erst konkrete Angebote.

Der Makler darf bei den Angeboten eigentlich nicht auf eine interne Datenbank zurückgreifen, wo Vermieter freien Wohnraum angegeben haben. Denn er darf eigentlich ausschließlich nur für den Wohnungssuchenden tätig werden. Für den Makler ergibt sich dadurch die Möglichkeit doppelt abzukassieren. Doch diesesnachzuweisen dürfte in der Praxis schwer durchführbar sein.

Wie berechnet sich die Maklerprovision?

Im Falle einer erfolgreichen Vermittlung für den Vermieter oder erfolgreiche Suche für einen Mieter erhält der Makler als Courtage zwei Nettomieten bzw. Kaltmieten, zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Höher darf die Summe nicht ausfallen. Im Wohnraumvermittlungsgesetzt unter § 3 ist dieses geregelt. Dieses Gesetz sorgt zum einen dafür, dass kein Wucher betrieben werden kann, wenn eine akute Notlage oder dringend eine neue Wohnung benötigt wird. Andererseits ist dieses Gesetz auch ein Schutz vor unlauterem Wettbewerb. Wer allerdings die Maklerprovision umgehen möchte, sollte bei der Wohnungssuche nach Angeboten Ausschau halten, die ohne Maklerprovision angeboten werden.

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